Initiative gegen Schulschließung – Iniciativa proti zapiranju naše šole

Stirbt die Schule, stirbt das Dorf!

Dieses passende Motto wählte das „Komitee zur Erhaltung der Volksschule Edling“ mit seinem Proponenten Vbgm. Wolfgang Stefitz als Titel einer Aussendung, in der für den Erhalt der VS Edling/Kazaze mobil gemacht wird.

Bgm. Wedenig betont darin, die Marktgemeinde Eberndorf/Dobrla vas könnte „gegenüber dem Land Kärnten einen erhöhten Erklärungsbedarf haben“, falls sich die Tendenz fortsetzt, dass unsere modernst ausgestattete und mit ausgezeichneten LehrerInnen beschickte Volksschule von den Eltern nicht mehr angenommen wird.

Die seitens der Landesregierung propagierte Zentralisierung und damit verbundene Schließung von Kleinschulen führte ja bereits an mehreren Orten des Bezirkes zum Verlust von Schulstandorten. Überall war die Folge, dass das Dorfleben massiv einbrach. Auch die erwartete Kosteneinsparung konnte bisher nirgends erreicht werden. Im Gegenteil stiegen die Schulkosten aufgrund der horrenden Kosten für den Schülertransport und der Tatsache, dass sich ein Schulgebäude nur schwer veräußern lässt, sogar an.

Daher werden jene Eltern, die meinen ihre Kinder auf Gemeindekosten an der VS Edling/Kazaze vorbei nach Eberndorf/Dobrla vas oder nach Kühnsdorf chauffieren zu lassen, hoffentlich eines Besseren belehrt werden. Ansonsten müsste die Seriosität dieser eigentlich sehr klaren und breiten Initiative zur Erhaltung des Schulstandortes Edling/Kazaze infrage gestellt werden.


Če umre šola, umre vas!

Pod tem geslom se je tržna občina Dobrla vas z namestnikom župana Wolfgangom Stefitz na čelu obrnila na prebivalstvo Kazaz in okolice.

Poudarjajo, da bo odtok šolarjev v Dobrlo vas oz. Sinčo vas privedel do tega, da bo deželna vlada kot že večkrat v preteklosti pritiskala na občino, da naj zapre šolo v Kazazah, kar je trenutna linija deželne vlade in predvsem SPÖ.

Vsem, ki se ukvarjajo s problematiko malih šol pa je znano, da se načrtovani prihranki nikakor ne uresničijo. Obratno je nekaj primerov, kjer so stroški za šolstvo narastli zaradi visokih stroškov za prevoz šolarjev in zaradi dejstva, da ni enostavno prodati šolsko poslopje.

Tiste starše, ki pa mislijo, da bo občina nosila stroške za prevoz otrok mimo šole v Kazazah v Dobrlo vas ali Sinčo vas, bo pa kej občina prepričala o nasprotnem, kajti drugače se bo celotna iniciativa skazala za neseriozno.


Als Auffrischung sei zusammengefasst, was die ARGE Kleinschulen auf wissenschaftlicher Basis über Kleinschulen herausgefunden hat:

Was sind die Vorteile dieser Schulen?

  • Strukturpolitische Argumente für Kleinschulen

Sozialgeographen fordern, dass die sieben menschlichen „Daseinsgrundfunktionen“ Arbeiten, Wohnen, Grundversorgung, Mobilität, Bildung, Freizeit/Erholung und In-Gemeinschaft-Leben möglichst in ein und derselben Gegend gelebt werden können. Das kann auch ländliche Regionen für Familien attraktiv machen und die Absiedelung verhindern.

  • Ökonomische Argumente

Die Kosten für Schülertransporte sind hoch. Lange Anfahrt- und Wartezeiten belasten die Kinder. Die Gemeinden müssen meist auch noch nach Schließung der Schule für den Erhalt des Schulgebäudes aufkommen.

  • Soziale Argumente

Die Schule stellt eines der wichtigsten Instrumente der sozialen Integration dar. Daher ist es wichtig, dass die heranwachsende Generation die grundlegenden sozialen Beziehungen vorwiegend im eigenen Dorf aufbaut und sich mit dem eigenen Dorf identifiziert.

  • Psychologische Argumente

Die Kleinschule stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Sie kann Kindern und Jugendlichen eine eigenständige Identität und mehr Selbstbewusstsein geben.

  • Pädagogische Argumente

Eine Kleinschule kann die Erfahrungs- und Erlebniswelt der SchülerInnen in den Unterricht einbeziehen. Damit wird sie dem didaktischen Lehrplangrundsatz, dass „der Unterricht nach Möglichkeit von der Erlebniswelt des Kindes ausgeht und zu dieser auch wieder zurückführt“ auf besondere Art und Weise gerecht.

  • Kulturelle Argumente

Viele Kleinschulen sind „Zentren der kulturellen Begegnung“ und leisten einen wesentlichen Beitrag zum Erscheinungsbild eines Ortes. Das Schulgebäude steht zusätzlich für Erwachsenenbildung und diverse kulturelle und sportliche Aktivitäten zur Verfügung.

Was sind die Nachteile von Kleinschulen?

  • Finanzielle Mehrbelastung

Schulerhaltung, Reinigung, Lehrpersonal, Lehrmittel etc. kosten Geld.

  • Pädagogische Nachteile

Pädagogisch wird eine Kleinstschule erst dann problematisch, wenn die Schülerinnen und Schüler auf einer Jahrgangsstufe keine Vergleichsschüler mehr haben. Zudem wirkt sich eine eventuell unfähige Lehrperson gravierender auf den Schulstandort aus.

Pädagogische Chancen des Abteilungsunterrichtes

  • Umgang mit Heterogenität

Unterschiedliche Lernvoraussetzungen einzelner Kinder werden als Selbstverständlichkeit empfunden, Entwicklungsunterschiede damit deutlich „entdramatisiert“. Auch LehrerInnen in altersgemischten Klassen setzen sich bewusster mit „Heterogenität von Lerngruppen“ auseinander.

  • Selbstständiges Lernen

Ein Großteil der Unterrichtszeit dient der Übung und Festigung des Gelernten. Dazu braucht das Kind den Erwachsenen nicht immer an seiner Seite. Es lernt allmählich, Eigenverantwortung für seine Arbeit zu übernehmen.

  • Freiraum für Schülerinteressen

Da in einer Mehrstufenklasse kein lückenloses, dichtes Lernprogramm möglich ist, bleiben immer wieder Freiräume für Aktivitäten aus dem individuellen Interessensbereich der Kinder.

  • Natürliche Lernsituationen

Begabte Kinder können bereits mit höheren Schulstufen mitlernen, ältere ihr Wissen durch Wiederholung von bereits gelerntem aus einer niedrigeren Schulstufe festigen. Jüngere Kinder haben ältere Vorbilder, ältere übernehmen wiederum Verantwortung den jüngeren gegenüber.

  • Soziales Lernen

Gruppenerfahrungen unter Gleichaltrigen sind eine wichtige Voraussetzung. In der Schule haben die Kinder die Möglichkeit voneinander zu lernen. Es entsteht eine Win-Win-Situation durch Geben und Nehmen, Rücksicht üben, Akzeptanz und Toleranz lernen. Auch kann schon früh damit begonnen werden, Teamfähigkeit zu erwerben.

Somit überwiegen bei Weitem die Vorteile. Nicht umsonst werden in einigen Privatschulen Wiens Klassen teilweise bewusst jahrgangsübergreifend (Abteilungsunterricht) geführt.

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